Entstehung und Entwicklung des Ruhrkohle Orchesters

Zwar schlägt das Herz des Deutschen Steinkohlebergbaus auch heute noch an der Ruhr, aber sein Pulsschlag wird seit einem halben Jahrhundert von Jahr zu Jahr schwächer. Die weltweit sinkenden Energiepreise stützten den Trend der Importkohle und stürzten die einheimische Steinkohle in eine tiefe Krise. Das große Zechensterben beginnt. Von 1960 bis 1980 sinkt die Zahl der Bergwerke in Deutschland von 146 auf nur noch 39.

Parallel zur Gründung der RAG Aktiengesellschaft in 1968, wurde die Ruhrkohle-Tochtergesellschaft, die Deutsche Steinkohle AG (DSK) Eigentümerin aller noch fördernden deutschen Steinkohlezechen. In diesem Zuge fusionierten auch Bergwerksorchester und -chöre.

Es entstand das Werksorchester der RAG-DSK, ein symphonisches Bläserorchester, das sowohl die musikalische Tradition des Liedgutes der Bergleute pflegt, aber auch den Wandel der Strömungen und Hörgewohnheiten der Zeit durch ein entsprechend angepasstes Repertoire Rechnung trägt, etwa durch prägende musikalische  Stilrichtungen der Gegenwart.

Mit dem Ende des Jahres 2018 wird die letzte noch aktive Zeche “Prosper Haniel” in Bottrop ihren Betrieb einstellen. Der heimische Energieträger hat bis zu 600.000 Menschen Arbeit und Brot gegeben, doch 2018 ist Schluss mit dem Bergbau. Eine Ära geht zu Ende.